Rayjashree Ramesh
Tänzerin & Lehrmeisterin, Choreographin und zertifizierte Laban-Bewegungsanalytikerin

Rajyashree Ramesh, B.Sc., M.A., CLMA, ist eine in Pune Indien geborene, in Mumbai und Bangalore aufgewachsene und seit 1977 in Berlin lebende Tänzerin, Choreographin, Lehrmeisterin, Bewegungsanalytikerin (CLMA) und Bewegungsforscherin. Seit dem 7. Lebensjahr bekam sie neben Schule und anschließendem Bachelorstudiengang in Naturwissenschaften eine mehrjährige intensive Ausbildung zur Solotänzerin in Bharatanatyam und Kuchipudi, und in Karnatik-Gesang, mit Abschluß Staatlicher Tanzexamina (Karnataka State Dance and Music Exams). Es folgten Fortbildungen bei namhaften LehrmeisterInnen und Gelehrten in Indien, u.a. legendären Lehrmeistern wie Dr. Vempati Chinna Satyam (Kuchipudi) und Guru Kalanidhi Narayanan (Abhinaya). Ihre heutige Arbeit ist geprägt zusätzlich von einer über 35-jährigen Yogapraxis, Fortbildungen in Atemtherapie (Middendorf), eine Ausbildung zur Bewegungsanalytikerin in den USA (Integrated Movement Studies Program), zur ganzheitlichen Faszientrainerin in Berlin und akademischer Forschung (Masters und Doktorarbeit zu Bewegung, Kognition und Emotionen an der Europa Universität Viadrina).

Zur ihren nun über fünf Jahrzehnten erstreckenden Berufserfahrungen gehören zahlreiche abendfüllende klassische Soloauftritte für renommierte Kultureinrichtungen in Indien, Europa und USA, Lehrtätigkeiten und Workshops, z.T. staatlich geförderte multinationale/ multidisziplinäre Bühnenproduktionen mit internationalen Künstlern verschiedener Genres und Vorträge, Workshops und Lecture-Performances bei internationalen Konferenzen. Hinzukommen zahlreiche deutsche und englische Veröffentlichungen (s. www.rr-dance.net). Als Vermittlerin des klassischen indischen Tanzes, aber auch zwischen Kulturen ist Rajyashree in zahlreichen Radio- und Fernsehinterviews und Zeitungsartikeln vorgestellt worden, zuletzt in der Pressemitteilung des Deutschen Olympischen Sportbunds und bei rbb (https://www.rbb-online.de/himmelunderde/archiv/20170805_1800/bharatanatyam).

Nach einer 14-jährigen Lehrtätigkeit an der Volkshochschule Steglitz, gründete sie ihren eigenen Academy for Performing Arts 1993, wo bisher 23 Tänzer*Innen indischer und europäischer Abstammung eine mehrjährige Bühnentanzausbildung abgeschlossen haben. Viele von ihnen haben in der Tanzwelt wegen ihrer Präzision, Grazie und Ausdruckskraft eine Niche für sich aufgebaut.1995 folgte die Gründung des Rasika Dance Ensembles für die Förderung des tänzerischen Nachwuchses, und 2003 das Rasika Dance Theatre International für klassisch-innovative Arbeit auch als cultural-crossovers mit internationalen Künstlern.

2011 integrierte Rajyashree ihre Kurse in die Global Music School. Sie bringt eine von den vielen Stationen ihres künstlerischen Werdeganges hervorgehende Pioneerarbeit ein, die in der Vermittlung des klassischen indischen Tanzes durch traditionelle wie auch moderne Mitteln einmalig ist. Dahinter steckt die tiefe Überzeugung, daß das althergebrachte Wissen zugleich zeitlos und zeitgenössisch, Kunst und Wissenschaft, Bühnenkunst und Wohlbefinden, und vieles mehr ist. Zentral ist die bewegungsanalytische Vorgehensweise, die sich als höchst effektiv erwiesen hat, wie auch die Rückmeldungen der Teilnehmerin*Innen zeigen.

Motivation

“Ich wurde von der Geschäftsführung auf ein Engagement in der GMA angesprochen, fand und finde immer noch die Idee mit einer solchen Institution zusammenzuarbeiten ganz toll, war also von Anfang an dabei. Die Vermittlung der Tanzkunst als ein allumfassendes Wissen über die Zusammenhänge des menschlichen Daseins ist das was mich motiviert, antreibt und meine Leidenschaft ist – die Bewegung als Schlüssel zu höheren Erkenntnissen.“